Patientenverfügung

In gesunden Tagen Vorkehrungen treffen

Die Hand eines Patient im Krankbett

Was ist eine Patientenverfügung?

Mittels Patientenverfügung können Sie schriftlich festlegen, welchen medizinischen Massnahmen im Falle Ihrer Urteilsunfähigkeit bei Ihnen vorgenommen werden dürfen und welche Sie ablehnen. Die Verfügung hält unter anderem fest, wie Sie zu Lebensverlängernde Massnahmen und Organspende stehen. Sie können ergänzend auch eine oder mehrere Vertrauenspersonen bestimmen, die über Ihre medizinischen Behandlung entscheidet. Die Patientenverfügung richtet sich in erster Linie an die behandelnden Ärzte. Sie erleichtert ihnen und Ihren Angehörigen, schwierige Entscheide in schwierigen Situationen zu treffen. Angehörige werden dadurch entlastet, weil sie sich nicht Fragen müssen „Was hätten Sie gewollt“ und Ihr Wille wird berücksichtigt.

Wie erstellt man eine Patientenverfügung?

Die Patientenverfügung muss datiert und von Hand unterschrieben sein. Im Gegensatz zum Vorsorgeauftrag genügt ein ausgefülltes und unterschriebenes Formular und es benötigt keine öffentliche Beurkundung. Eine Patientenverfügung kann jederzeit widerrufen oder abgeändert werden.

Wenn die Patientenverfügung fehlt

Was geschieht, wenn keine Patientenverfügung vorhanden ist? Wer entscheidet für Sie über medizinische Massnahmen, wenn Sie nicht mehr ansprechbar sind? Ohne Patientenverfügung werden die im Gesetzt festgelegten Ansprechspersonen für die medizinischen Entscheide beigezogen. Das Gesetzt sieht folgende Reihenfolge vor:

  1. Die in einem Vorsorgeauftrag bezeichnete Person
  2. Der Beistand mit einem Vertretungsrecht bei medizinischen Massnahmen
  3. Ehegatte oder eingetragene Partner
  4. Die Person, welche mit der urteilsunfähigen Personen einen gemeinsamen Haushalt führt
  5. Nachkommen
  6. Eltern
  7. Geschwister

Aufbewahrung Patientenverfügung

Am besten bewahrt man die Patientenverfügung im Portemonnaie auf oder lässt diese bei seinem Hausarzt hinterlegen. Bei einigen Krankenkassen gibt es zu dem die Möglichkeit, die Verfügung auf seiner Versicherungskarte eintragen zu lassen.

Patientenverfügung versus Vorsorgeauftrag?

Beides tritt im Falle Ihrer Urteilsunfähigkeit in Kraft. Beim Vorsorgeauftrag legen Sie fest, wer Sie bei Personal- und Vermögensvorsorge sowie im Rechtsverkehr vertritt. Mittels Patientenverfügung treffen Sie Vorkehrungen, welchen medizinische Behandlung Sie zustimmen und welchen nicht. Wir empfehlen sowohl eine Patientenverfügung als auch einen Vorsorgeauftrag zu erstellen. Damit haben Sie umfassend für den Fall Ihrer Urteilsunfähigkeit vorgesorgt.

Möchten Sie eine Patientenverfügung erstellen?

Benötigen Sie Hilfe beim Ausfüllen der Patientenverfügung? Möchten Sie dies mit einem Vorsorgeauftrag kombinieren? Wir unterstützen Sie bei jeder Fragestellung.

Kontaktieren Sie uns noch heute unter 055 420 14 49